von Dr. A. Rossaint, Aachen, von Coels Str. 230 (GPW 5. Jhrg. 2/2000, S. 11-16)
Das Herd- und Störfeldgeschehen hat neben der Schwermetallbelastung eine zentrale Bedeutung bei der Diagnostik und Therapie chronischer Erkrankungen. Daher ist es für bioenergetische Testverfahren unabdingbar, sichere Nachweise für sie zu erbringen und ihren Stellenwert innerhalb des individuellen Krankheitsfalles ermitteln und einordnen zu können. Neben den klassischen Verfahren dazu, wie EAV, BFD und ThRD, können auch die Aurikulomedizin und die Kinesiologie diese Forderung erfüllen, vor allem, wenn man beide Verfahren miteinander kombiniert. Diese Kombination möchte ich Ihnen heute vorstellen, wie ich sie im Rahmen der zahnärztlichen PhysioEnergetik (Rossaint) praktiziere(ZPE). Die zahnärztliche PhysioEnergetik (ZPE) lehnt sich vor allem an die holistische Kinesiologie, im deutschen Sprachraum auch als Physioenergetik ( PE ) mit dem Armlängenreflex (AR) nach v. Assche bekannt, an. Während die PE neben dem AR je nach Bedarf auch den AK-Muskeltest nach Goodheart benutzt, testet die ZPE immer mit beidem. Für unser Thema wichtig ist, daß PE und ZPE das Bio-Computermodell nach Beardall integrieren, sowie das Gedankengut der EAV und als wesentlichen Bestandteil die Aurikulomedizin nach Nogier und Bahr gebrauchen. Die ZPE macht sich zu dem Erkenntnisse der Akupunkturpunkt- Biophotonen-Testung nach Van Benschoten mittels des Omura-Testes (Bidigitaler O-Ring-Test) zu eigen: Neben der Therapielokalisation / Circle localisation (TL/CL) an bestimmten Akupunkturpunkten, wie Dickdarm 5, Lymphe 2 oder den Punkten GG25/ KG18/13/6 nach D. Leber oder neben besonderen Testampullen, wie Causticum D 60, 200 bzw. 400 nach Schimmel oder den Belastungsampullen des Lykotroniktestsatzes (globaler Herd) benutzt die ZPE zur Herd- und Schwermetalldiagnostik die weitere Möglichkeit im Sinne der Aurikulomedizin (AM) mit den drei Gewebeschichten nach Nogier , ursprünglich entstanden nach seiner Beoachtung, daß bei verschiedenen Drucken auf der Ohroberfläche mit einem Drucktaster stets gleich pathologische veränderte Punktarten zu finden waren, und den fünf Störfeldhinweispunkten nach Bahr an den Ohren bzw. an den Händen. Im Unterschied zur AM, wo die Dedektierung der Punkte ohne Berührung geschieht, erfolgt die TL/CL an den entsprechenden Punkten in der ZPE direkt durch Hautkontakt. Je nach Kenntnisstand und Wollen, werden verschiedene Techniken (Stufen) der AM in Kombination mit Techniken aus dem Bio-Computermodell angewandt. Als Voraussetzung gilt bei beiden Verfahren dabei, daß der Informationsfluß im Körper regelrecht ablaufen kann, damit keine falsche Daten übertragen werden. In der PE/ZPE vermischen bzw. ergänzen sich dabei die Modelle des Biocomputers bzw. der absoluten und relativen Diagnose - bzw. Therapiehindernisse. Das Bio-Computermodell unterscheidet eine Reihe von möglichen Störfaktoren, die einen Testverlauf verfälschen können. Dazu zählen u.a. der Computervirus, in der Neuralkinesiologie (Autonomer Regulationstest) auch als ANS-Blockade bekannt, und die neurologische Dysorganisation im Sinne des Switching, der Isolation und der Segmentation; auch der Overload wie der Krankheitsgewinn und die Identitätsermittlung gehören dazu. Diese Störfaktoren müssen nicht nur am Anfang eines Testes ermittelt werden, sondern auch immer wieder zwischendurch überprüft werden, besonders die Isolation, die bei Kopfherden eine große Rolle spielt. Gemeinsam hat das Bio-computermodell mit der Aurikulomedizin die Erhebung der Oszillation und der Inversion als absolute Diagnose- und Therapiehindernisse, wenn auch z.T. mit anderen Mitteln. Auch wird natürlich die Lateralität überprüft In der ZPE werden, je nach Bedarf, beide Spielarten durchgeführt bzw. vermischt, wobei der Computervirus und das switching hier zusätzlich als absolute Diagnose- und Therapiehindernisse gelten. Lokale / Direkte Resonanz Man bedient sich dabei eines Phänomens, das später in allen anderen Bereichen, z.B. auch bei der Ermittlung von intrazellulären Schwermetallablagerungen oder Herden und Störfeldern, ebensogut Verwendung findet. Es ist die lokale Resonanz nach Bahr, bzw. die direkte Resonanz, wie Omura sie nennt: Sie besagt einmal, daß z.B. bestimmte Akupunkturpunkte in ihrer spezifischen Bedeutung mit bestimmten Testsubstanzen „resonante elektromagnetische Felder" (Strittmatter) gemein haben und dadurch diagnostisch bewertet werden können und zum anderen, daß z.B. ein Störfeldhinweispunkt und das zugehörige Störfeld selbst ebenfalls ein gleiches Schwingungsmuster aufweisen mit der Folge, daß auch die entsprechende Substanz zu beiden eine Resonanz aufweist, so daß dadurch das jeweilige Störfeld gefunden werden kann. Bei Omura heißt das, daß direkt lokal unter einer Hautstelle, über die man eine bestimmte Substanz - nicht deren elektromagnetische Schwingung - hält, z.B. Quecksilber oder jedes andere Metall gerade diese Substanz intrazellulär vorhanden ist wenn eine Muskelreaktion bzw. ein AR auftritt. Die zur Ermittlung der Oszillation und Inversion nötige resonante Substanz aus der Aurikulomedizin ist Articain als Ultracain 5% hyperbar, die über TL/CL am Yintang getestet wird. Zum Unterschied zur Oszillation, wo die TL/CL mit der Testampulle Ultracain ohne Hilfsmittel erfolgt, wird der Patient bei der Inversion geerdet und erhält bei der TL/CL einen +9 Volt Stab, getrennt nach rechts und links, in die Hand. Bei einer Muskelreaktion bzw. einem +AR ist die jeweilige Pathologie vorhanden und muß erst beseitigt werden. Liegt keine exogene Ursache dafür vor, ist meist ein starker endogener Herd dafür verantwortlich. Ist der optimale Informationsfluß durch Beseitigung der Therapiehindernisse des Biocomputer gewährleistet, kann die eigentliche Herd- und Störfeldtestung beginnen, sei es ebenfalls mittels Testsubstanzen oder mittels Frequenzen nach Nogier und Bahr, die sich vor allem bei isolierten Störfeldern bewähren(Strittmatter). Störfeldhinweispunkte (mittlere Schicht) Zur Aufdeckung der fünf Störfeldhinweispunkte in der mittleren der drei Gewebeschichten nach Nogier werden folgende resonante Mittel zur TL/CL gebraucht, geordnet nach der Stärke des Störfeldtyps: Histamin für das Typ 1-Störfeld, das akute toxische Störfeld, weswegen dieser Typ auch Histaminstörfeld genannt wird, Endoxan für das Typ 2-Störfeld, weswegen es auch Endoxanstörfeld heißt, Prostaglandin E 1 für das Typ 3 Störfeld, weshalb es auch PE1-Störfeld tituliert wird, Vitamin C für das Typ 4 Störfeld, weshalb es auch als Vitamin C Störfeld bezeichnet wird und Ginseng für das Typ 5 Störfeld, weswegen es auch Ginseng Störfeld heißt. Bei Vorhandensein des jeweiligen Störfeldes erhält man eine positive Reaktion in Form einer Muskelreaktion bzw. eines AR: dabei ist Typ 1 das stärkste und Typ 5 das schwächste Störfeld. Während der Testung dieser Störfeldhinweispunkte mit den entsprechenden Substanzen ist der Patient geerdet und hat einen 9 Volt Stab in der jeweils dem Punkt gegenüberliegenden Hand. So liegt das Histaminstörfeld am linken Ohr bzw. an der linken Hand für den Rechtshänder, so daß der 9 Volt Stab bei diesen Patienten in der rechten Hand liegt , während der Patient bei allen anderen Störfeldhinweispunkten, die am rechten Ohr bzw. an der rechten Hand beim Rechtsänder zu finden sind, den 9 Volt Stab links hält. Herd-, Störfeldpunkte (tiefe Schicht) Nachdem alle Störfeldhinweispunkte in der mittleren Gewebeschicht geortet hat, versetzt man den Patienten mit Hilfe des 9 Volt Stabes in die tiefe Gewebeschicht, um dort nach den verursachenden Störherden zu suchen und evtl. Symptompunkte zu erfassen. Dazu hält der Patient einmal den + 9 Voltseite auf der jeweils gleichen Seite des untersuchten Ohr bzw. der untersuchten Körperseite und zum anderen nutzt man dann wiederum die oben erwähnte lokale Resonanz der genannten Mittel aus, denn wie schon gesagt: Störfeldhinweispunktsubstanz und Störfeld selbst haben das gleiche elektromagnetische Frequenzmuster und reagieren daher auf dieselbe Substanz, d.h. man findet nur den Herdpunkt in der tiefen Gewebeschicht, der zum entsprechenden Hinweispunkt der mittleren Schicht gehört. Kontrolliert werden kann der Zusammenhang wiederum durch das Two pointing, d.h. durch doppelte CL/TL, in dem man z.B. ein Kabelende an den gefundenen Störfeldhinweispunkten hält und das andere Ende am gestörten Herdpunkt. Bleibt dadurch die anfänglich einzeln gefundene Muskelreaktion aus, hat man aufgrund des mathematischen Gesetzes – x -- = + den Zusammenhang bestätigt. Das gleiche gilt auch für den AR: also Zusammenhang ist gegeben, wenn + AR x + AR = -- AR ergibt; bei + AR x + AR = + AR ist kein Zusammenhang da. Hat man z.B. das Kiefergebiet am Ohr gefunden, kann man die zugehörige intraorale Struktur, seien es Odontone oder Schleimhautnarben, im Mund wiederum durch TL/CL mittels des gefundenen Resonanzmittels finden, wobei die + 9 Volt Seite auf der untersuchten Mundhälfte sein muß, da man ja in der tiefen Gewebeschicht arbeitet. Neben dem Two pointing benutzt man in der ZPE vor allem die Möglichkeit, den vorher am Ohr gefundenen Hinweispunkt über die xy-Linie nach Nogier auf der Stirn einzuspeichern, indem man bei offenen und geschlossenen Augen jeweils mit dem Daumen vom Punkt Yintang bis zur Haargrenze auf der Haut einen „Strich“ zieht (Abb.8) , dann sichtbar am hypotonen/hypertonen Muskel bzw. + AR, so daß sich z.B. das verursachende Odonton durch den erneuten + AR bzw. die erneute MR mit gleicher Armlänge bzw. normotonem Muskel zeigt. Findet man z.B. ein Histaminstörfeld und ein Vitamin C Störfeld - jeweils sichtbar durch einen +AR - und als Herdpunkte die Kieferhöhle und das Zahngebiet - ebenfalls sichtbar jeweils durch einen +AR-, so kann man einmal über die beiden Testampullen das Störfeld dem Herdpunkt zuordnen :- sagen wir man findet z.B. Resonanz zwischen Histamin und dem Zahngebiet; dann bleibt der einzeln aufgefundene +AR weg und eine gleiche Armlänge ist vorhanden . Zum anderen kann man über die gefundenen Symptompunkte, z.B. die Hüfte und das Handgelenk, die Verbindung zur zugehörigen Herdstärke erbringen, indem man den entsprechenden Störfeldhinweispunkt, sagen wir in diesem Fall das Histaminstörfeld - gefunden mit der Ampulle Histamin für das Zahngebiet - über die xy-Linie einspeichert, und dann mit derselben Ampulle den Symptompunkt, im Beispiel die Hüfte auf Resonanz untersucht. Ist diese vorhanden, d.h. wird der beim Einspeichern entstandene +AR zur gleichen Armlänge ausgeglichen, dann wird das Symptom an der Hüfte von dem Histaminstörfeld unterhalten; besteht keine Resonanz, macht man das gleiche mit dem Vitamin C-Störfeld und seiner Testampulle Vitamin C. Danach weiß man, welches das wichtigere für die Beschwerden des Patienten ist, auch wenn beide behandelt werden müssen, denn ein starkes Störfeld kann das schwächere unterhalten bzw. verhindern, daß es ausheilt. Bei isolierten Herden und Störfeldern muß eine Kombination der TL an den Hinweis-/ Herd-punkten und dem Mudra für Isolation angewandt werden bzw. man braucht entweder die frequenziellen Verfahren mit Hochvoltstäben, wie Strittmatter sie angegeben hat, oder das Mudra in Kombination mit dem odontogenen Challenge (Rossaint). Besondere Störfeldhinweispunkte (oberflächliche Schicht) In der oberflächlichen Gewebeschicht, in der man sogenannte biotische Punkte, d.h. konstitutionelle Schwachpunkte findet, sind aber auch besondere Störfeldhinweispunkte mittels TL/CL zu ordnen, wie z.B. der Amalgamstörfeld- hinweispunkt .Omega 1 oder der Vitaminmangelpunkt .Omega 2 bzw. die Punkte der drei psychischen Störfelder. Dabei wird der 9 Volt Stab in beiden Händen gehalten, so daß man evtl. auf einen anderen IM zurückgreifen muß oder für den AR die Situation einspeichert. Die resonanten Mittel dafür sind folgende : Amalgam für den Omega1 Punkt, die Vitamine B1,3,6 ,E für den Omega2 Punkt, sowie Lexotanil für den psychosomatischen .Omega Punkt am rechten Ohr (Rechtshänder),Magnesium für den antidepressiven Punkt (rechtes Ohr) Und Diazepam (Valium) für den Tranquilizerpunkt. (linkes Ohr). Das Vorgehen ist das gleiche wie oben bei den Herden aufgeführt, sodaß man auch die psychische Beteiligung an einem Störfeldgeschehen eruieren kann. Schwermetalle Im Falle des Amalgams im besonderen und der Schwermetallbelastung im allgemeinen muß man beachten, daß alle bisherigen bioenergetischen Teste, seien es die kinesiologischen, die aurikulomedizinischen oder elektroakupunkturmäßigen Teste, nur die Belastungen des Grundsystems anzeigten bzw. anzeigen. Erst durch die Anwendung des direkten Resonanzphänomens nach Omura wurde es möglich, die intrazelluläre Belastung zu messen. Obwohl wir dachten, die Patienten seien nach herkömmlicher Schwermetallausleitung nun saniert, mußten wir aufgrund dieses direkten Resonanztestes mit der Substanz der Metalle plötzlich feststellen, daß dem nicht so war. Je nach Schwachpunkt des Patienten fanden wir die erneute Belastung in einzelnen Organen, besonders an den Nieren und am Darm; besonders häufig aber noch in den verschiedenen Hirnabschnitten. Praktisch wird dazu z.B. das Amalgam direkt über den entsprechenden Hautstellen der Organe bzw. der Hirnabschnitte gehalten und der AR genommen bzw. der MR überprüft. Dort, wo lokal dann noch eine Schwermetallbelastung vorhanden ist, hat man eine positive Reaktion. Nun erfolgt ein kinesiologischer Trick mit einem von Omura für diesen Zweck entdecktem Gewürz, dem Koriander, das mit ca. drei bis fünf Tropfen auf die Zunge geträufelt wird und die Eigenschaft hat, die Ionenkanäle der Zellen zu öffnen, so daß das Schwermetall aus der Zelle heraus kann und nun im Bindegewebe nach Pischinger wieder mit den herkömmlichen Methoden, z.B. der TL/CL mit der Hand bzw. mit homöopathischen Potenzen geortet und ausgeleitet werden kann. Damit es z.B. besonders im Gehirn diese Funktion ausüben kann, massiert man ca. eine halbe bis zwei Minuten die dem Gehirn zugehörige und von Omura entdeckte Reflexzone an der Kuppe der Mittelfinger. Denn ohne diese Manipulation kommt es öfters nicht an seinen Zielort. Analog verfährt man mit den anderen Organen, wenn diese noch intrazellulär belastet sind. Interessant ist, daß bei der Akupunkturpunkt-Biophotonen-Testung (ABT) (M.M. V.Benschoten) als Zellstruktur am Shixuan-Punkt des Mittelfingers das Cytoplasma zu messen ist, so daß wir nun zwei Möglichkeiten haben, die Intrazellularflüssigkeit zu messen: einmal über die Biophotonenmesseung (B-Mudra für toxische Metalle ( D-ZR Kk) am Shixuan-Punkt des Mittelfingers ), zum anderen über den direkten Resonanztest. Durch sogenannten Zufall habe ich ein anderes spagyrisch hergestelltes Nahrungsergänzungsmittel gefunden, daß die gleiche Wirkung hat, das man sogar schon per Hautkontakt in seiner Wirksamkeit messen kann und dazu noch meist auch für die Ausleitung aus dem Bindegewebe gebraucht werden kann. Es heißt Alchymarius, wird vom Apotheker Twarock in Köln wie gesagt spagyrisch hergestellt und enthält: dicke und grüne Bohnen, Gurken, Kartoffeln, Lauch, Paprikaschoten, Rettich (weiß), rote Beete, Sojabohnen, Erdbeeren, Himbeeren und schwarze Johannisbeeren zu je 1ppm. Vergessen werden nach der Testung mit der direkten Resonanz und der Neumobilisierung der Schwermetalle darf nicht, die nun erneut belasteten Ausscheidungsorgane durch TL/CL/CH zu eruieren und erneut zu unterstützen, damit der Organismus die Schwermetallschwemme auch ohne Schaden verarbeiten kann. Zusammenfassung Zusammengefaßt kann man sagen, daß man durch die Kombination von aurikulomedizinischen Methoden und kinesiologischen Techniken beim ZPE-Vorgehen den Vorteil hat, daß die Stärke des Hinweispunktes gleich den Stellenwert des Herdes bzw. des Störfeldes anzeigt. Auch isolierte Störfelder sind so gut zu finden. Ein weiterer Vorteil hat sich auch schnell gezeigt: daß nämlich erst die Kombination oft Befunde zutage bringt, die mit den einzelnen Methoden allein nicht zu finden waren. Insofern ist die Vermaschung von ZPE und AM eine Bereicherung in der täglichen Prax is. Literatur beim Verfasser |