Störfelddiagnostik mittels Armlängenreflextest ( AR ) unter besonderer Berück- sichtigung des ZMK-Gebietes

                                             
Dr. A. Rossaint, Aachen     
(EHK 5/2000, S.317-328)

Die Bedeutung eines Störfeldes für die Gesundheit eines Patienten ist unbestritten. Bei der Mannigfaltigkeit der Störfelder ist eine exakte Ermittlung mittels bioenergetischen Methoden besonders wichtig.

Hier möchte ich Ihnen einige Möglichkeiten der Kinesiologie, insbesondere der holistischen Kinesiologie - auch als PhysioEnergetik (PE) (V. Assche) bekannt - und im speziellen der Zahnärztlichen PhysioEnergetik (ZPE)    
( Rossaint ) vorstellen.

 Die ZPE integriert neben dem AK-Muskeltest ( G. Goodheart ) zur Diagnose vor allem den Armlängenreflex (AR) nach R. V.Assche (Abb.1a). Beide sind On-Off-Phänomene, beinhalten also keine Wertung. Verändert sich der Muskeltonus beim Test, so spricht man von einer Muskelreaktion (MR), verändert sich die Armlänge (AL) im Sinne des Kürzer- oder Länderwerdens eines Armes, spricht man von einem AR (+AR).

Außerdem wird in der ZPE der Bidigitale-O-Ring-Test (Y. Omura) im Sinne der Akupunkturpunkt-Biophotonen-Testung (ABT) nach M.M.  V.Benschoten  sowie das Biocomputermodell nach A. Beardall benutzt; letzteres hilft uns, eine Information so lange zu speichern, wie wir sie im Test benötigen, und zwar über die xy-Linie nach Nogier auf der Stirn.

Steht man als Arzt/Zahnarzt vor der Aufgabe, den Verdacht auf ein Herdgeschehen, z.B. im ZMK-Bereich entweder verifizieren zu müssen oder verneinen zu können, so soll man folgendermaßen vorgehen, nachdem die übliche klinische Diagnostik erfolgt ist.

 Allgemein gesagt müssen die statischen Untersuchungen (z.B. Röntgen) durch dynamische bioenergetische Testverfahren ergänzt werden, um stumme chronische Entzündungen als Herde bewerten zu können.

Zunächst muß dabei die Reaktionslage mittels entsprechender Verfahren (DDG, ThRD u.ä.) ermittelt werden, wobei sich schon Hinweise auf ein Herdgeschehen ergeben können. Finden sich dabei Regulationsblockaden, so muß daran gedacht werden, daß Reize unter Umständen von solch vorbelasteten Körpern nicht adäquat beantwortet werden können und zu Fehlinterpretationen führen können. Hier gehört auch das Phänomen Isolation von Störfeldern hin (siehe später).

Sind diese Blockaden über den ganzen Körper verteilt, muß man an übergeordnete systemische Belastungen (z.B. Geopathie) denken, wenn man die das Grundsystem blockierenden Medikamente ausgeschlossen hat.

Schließlich muß eine Hierarchisierung der gefundenen Befunde erfolgen, die die Behandlungspriorität festlegt. In der PE/ZPE kann der erste kinesiologische Hinweis auf ein Störfeldgeschehen und damit evtl. auf ein odontogenes Herdgeschehen auf mehrere Arten erfolgen: durch

1) Challenge ( CH ) bzw. Therapielokalisation (TL)/Circle localisation (CL) als

    spezielle Form des Challenge

2) spezifische Testampullen

3) Nosoden/Organpräparate

4) Mudras / Biophotonen-Mudras ( B-Mudras ) 

                                                 CH, TL/CL

 Die TL/CL, die ja bekanntlich nur anzeigt, wo etwas nicht in Ordnung ist und untersucht bzw. therapiert werden soll, kann einmal für Ärzte/Zahnärzte, die noch keine Akupunkturkenntnisse besitzen, rein anatomisch erfolgen, zum anderen für Akupunkturkundige an bestimmten Akupunkturpunkten durch Berühren mittels zwei aufeinanderliegenden Fingern (zwei verschiedene Polaritäten, bzw. Biophotonenabstrahlung der Fingerkuppen für  Intra-, bzw. Extrazellularflüssigkeit (IZF/ EZF) bzw. durch Berühren mittels des  Biophotonen-Mudraß ( B-Mudraß) für die Yin-Emission aus der  ABT.

 Als erste Möglichkeit der Übersichtsdiagnostik ist die TL/CL an GG 25 (Nasenspitze) nach Doug Leber zu nennen, die bei positivem Ausfall ein Kopfherdgeschehen beinhaltet und danach differentialdiagnostisch abgeklärt werden muß. Die entsprechenden Punkte für den Körper sind: KG 18 (Brustraum); KG 13 (Bauchraum); und KG 6 (Becken).

 Als zweiten konkreteren Hinweis für ein Zahnherdgeschehen ist der „klassische" Akupunkturpunkt Lymphe 2 nach Voll beiderseits zu nennen. Bei einseitigem Befund (Polaritätswechsel nach TL/CL) ist an ein ipsilaterales Herdgeschehen im ZMK-Bereich zu denken, bei beidseitigem Befund eher an eine Materialproblematik als an ein beidseitiges Herdgeschehen. Aber auch das ist möglich.

Kann man z.B. den bei Lymphe 2 oder Di 5 gefundenen und im Biocomputer eingespeicherten AR mittels zahnärztlich relevanten Mitteln (z.B. chronische Pulpitis, Ostitis als Nosoden) ausgleichen, hat z.B. der Arzt als Übersicht schon einen Hinweis auf die Art des Geschehens, während der Zahnarzt den odontogenen Challenge (Rossaint) zur genaueren Bestimmung durchführen sollte.

Auch an Mercaptan und Thioaether als Hinweis auf devitales Eiweiß durch tote Zähne ist hier zu denken.

Der Challenge (CH) jedweder Art in der Kinesiologie  im allgemeinen und in der zahnärztlichen PhysioEnergetik (ZPE) (Rossaint) im besonderen ist eine der elegantesten und präzisesten Untersuchungsmethoden, um die Reaktion des Patienten auf eine gezielte Provokation bzw. gezielten Reiz abzurufen und zu ermitteln. Er beinhaltet im positiven Fall die Veränderung des AK-Muskeltests oder Omura-Testes (MR = Muskelreaktion) bzw. des physioenergetischen Armlängenreflexes (AR) im Sinne eines Polaritätswechsels.

 Im negativen Fall - wird der Reiz also nicht beantwortet, d.h. tritt keine Polaritätsänderung ein -, besteht entweder eine gute (lokale) Adaptation, oder der entsprechende Reiz ist in seiner Intensität zu klein gewesen bzw. der gewünschten Untersuchung gemäß nicht adäquat gewählt worden.

Es kann aber auch eine Blockade vorhanden sein, wie es oft bei Zahnherden vorkommt, die zwar eine Belastung darstellen, aber im TL/CL-CH/Test zunächst nicht reagieren und erst durch bestimmte „Verstärker-Maßnahmen „entlarvt" werden können.

Überhaupt findet man eine Pathologie i.d.R. erst dann, wenn eine evtl. vorhandene höherwertige, übergeordnete beseitigt ist.

 Grundsätzlich kann man den Challenge mit jedem Muskel untersuchen, der mit dem zu untersuchenden System (z.B. Organ/Meridian) korreliert. Geeigneter, vor allem für Zahnherde, ist jedoch die Testung über einen Indikatormuskel (IM), der ja bekanntlich dadurch gekennzeichnet ist, daß er zu Beginn der Testung normoton ist, auf Stressung vorübergehend hypoton wird und dessen Antagonist ebenfalls normoton ist. Unter diesen Voraussetzungen kann ein so gewählter IM unter dem Challenge schwach (d.h. hypoton, dysregulativ) werden, normoton bleiben oder hyperton werden, wobei erstes und letztes Streßreaktionen sind.

 Beim AR bleiben entweder die Arme gleich lang (-AR) als Zeichen einer guten lokalen Regulation, eines Nichtansprechens des Challenges oder einer blockierten Reaktion (blockierter AR, oder sie werden kürzer bzw. länger auf einer Seite (+AR) als Zeichen einer positiven Reaktion auf die Provokation  Wird der linke Arm kürzer, löste der Reiz eine parasympatische Reaktion aus, während es sich bei der Verkürzung des rechten Armes auf den Challenge um eine orthosympathische Reaktion handelt.

 Bei gleichbleibendem AR erfolgt die Differenzierung zwischen „normoreaktivem" und blockiertem AR direkt nach dem CH über die Approximation der Spindelzellen des PCM bzw. M. latissimus dorsi oder über einen dort aufgesetzten Magneten. Tritt dabei ein +AR auf, war es eine quasi „normotone" Reaktion, andernfalls eine blockierte. Um die Differenzierung leichter zu ermitteln, aber auch um genügend Zeit für die weitere Untersuchung zu haben, wird der CH im Biocomputermodell, (Beardall), über die XY-Linie nach Nogier auf der Stirn zentral gespeichert.

 Aufgrund der im Biocomputer-Modell verwendeten Minicomputer (Reflex-, Spinal-, Endokrin-, Primär-, Master-Computer) kann es zu einer Diskrepanz zwischen dem Muskeltestergebnis und dem AR kommen als Zeichen dafür, daß die Kommunikation zwischen den einzelnen Minicomputern nicht mehr vorhanden ist  bzw. ein Konflikt zwischen Reflex- und CPU-Verarbeitung besteht.

 In diesem Fall kann z.B. der Muskeltest hyperton sein, während der AR „normoreaktiv ist. Das zeigt an, daß der Reiz den Reflexcomputer (Medulla oblongata/Stammhirn) irritiert hat, aber die höheren Zentren (Hypothalamus, Hypophyse, Epiphyse usw.) noch funktionieren.

 Aber auch der umgekehrte Fall kann eintreten, daß nämlich ein blockierter AR vorhanden ist und der Muskel normoton reagiert. Dann weiß man, daß die Verarbeitung über die höheren Zentren betroffen ist und muß entsprechend untersuchen, welche der CPU-Anteile nicht richtig arbeiten .

 In praxi bedeutet das, daß man in der ZPE immer beide Tests (Muskeltest und AR) beim Challenge (aber auch allgemein) durchführt (Rossaint).

                    Spezifische Testampullen/Organpräparate / Nosoden

 Mit Hilfe der Testampulle „globaler Herd“ des Lykotroniktestsatzes (Jahoda) bzw. mit Causticum D  60/200/400 nach Schimmel kann das Herdgeschehen resonanzmäßig erfaßt werden. Bei MR/+AR durch die Ampulle „globaler Herd" kann die weitere Einkreisung dann mit o.g. TL/CL's , Organpräparaten (Fa. Wala) oder Nosoden (z.B. Ostitis comp von Pascoe) erfolgen - beim Ansprechen von Causticum D 60/ 200 /400 erfolgt die weitere Einkreisung durch „Filtern" analog dem VRT-Verfahren über diese Ampulle mittels den Organpräparaten: Maxilla/Mandibula (erneuter Polaritätswechsel) oder ebenfalls TL/CL (siehe oben).

                                 Mudras /Biophotonen-Mudraß

 Mudras (Beardall) werden in der PE/ZPE als codierte Informationsimpulse (Lechner) bzw. funktionelle Hologramme (Rossaint) zur Aufdeckung von Pathologien benutzt.

 So wird beim Testablauf im Biocomputermodell bei „vorhandenem Computervirus" (Abb.4) (in der Autonomen Regulationsdiagnose (ARD) nach Klinghardt bzw. in der Neuralkinesiologie (Klinghardt / Williams) = ANS-Blockade oder eingeschränkte Regulation, ER) geprüft, ob letzterer z.B. durch einen Herd verursacht wurde, indem man das Mudra für switching nach Klinghardt (= akuter Herd) (Herdswitching (Rossaint)) gegentestet .Dieses Mudrah hat als B-Mudrah (s. später) die Bedeutung : Degeneration.

D.h., tritt dabei eine Polaritätsänderung beim Muskeltest/AR auf, weiß man, daß die Ans-Blockade (ER) durch einen akuten Herd (bzw. ein toxisches Problem) verursacht wurde, der/das vorrangig aufgedeckt und beseitigt werden muß.

Der Computervirus ist erst zu behandeln, da er ein absolutes Diagnose- und Therapie-Hindernis darstellt , genau wie das Switching, die Oszillation und die Inversion.

Liegt von vorneherein kein „Computervirus" vor, wird das gleiche Mudrah - erst auf der einen Seite, dann auf der anderen - ebenfalls schon in dieser frühen Testphase - benutzt, um eine „cortikale Dysregulation" (Klinghardt/Williams) durch ein Switching im Sinne eines Herdes bzw. toxischen Problems (z.B. Schwermetalltoxikation) aufzudecken, der/das dann auf der Seite der Polaritätsänderung vorhanden ist und beseitigt werden muß (z.B. durch Eigenblut-, bzw.Eigenurin-Therapie )

.                              Akupunkturpunkt-Biophotonen-Testung

Ein neueres in die ZPE integriertes System stellt die Akupunkturpunkt- Biophotonen-Testung (ABT) mit den Biophotonenmudras ( B-Mudraß) nach V. Benschoten dar, bei denen die Biophotonenabstrahlung der Fingerkuppen in Verbindung mit der Biophotonenemission an einzelnen Akupunkturpunkten oder über sog Vektoren (Yin-Yang-Vektortest), d.h. über die Verbindung zweier Akupunkturpunkte (gleiche bzw. verschiedene Meridiane) mit spezifischer Aussage mittels den B.Mudraß zur Diagnose benutzt wird; die Aussagen werden noch dadurch präzisiert, daß man zwischen der Abstrahlung auf der Haut und im Energiefeld ( bis ca. 1cm Abstand) im Sinne des pathogenetischen Faktors (Haut) bzw. der betroffenen Zellstruktur (Feld) unterscheiden kann.

Da dabei auch bestimmte Fingerstellungen benutzt werden, habe ich sie B-Mudraß genannt.

Mit Hilfe des  B-Mudraß für die Yin-Energie-Emission (Yin-Anoxie-Test), d.h. einer geringen Biophotonenabstrahlung mit CO2-akkumulation im Sinne eines massiven Energiemangels entsprechend einem Energieleck (leak of energy),  kann an den Herdpunkten nach D. Leber bzw. an  Di 5 für den ZMK-Bereich geprüft werden , welcher pathogenethische Faktor vorliegt, d.h. z. B. ob ein Störfeldgeschehen oder eine Schwermetallbelastung vorhanden ist . Bei positiver Reaktion muß dann mit weiteren Mitteln (Testampullen, (B-)Mudraß usw.) differenziert werden.

Wahrend für das Störfeldgeschehen z.B die Ampulle Causticum anspricht, testet im Falle der Schwermetallbelastung z.B. das B-Mudrah für Schwermetalle : D-ZRKk positiv. (Das Kk bedeutet, daß der Akupunkturpunkt mit dem Kleinfinger (K) kontaktiert (k) wird, während man den Daumen (D) mit Zeigefinger- (Z) und Ringfinger-spitze ( R ) hält ).

Ein spezieller Punkt für wurzelgefüllte Zähne ist Ma 45.3 (3. Zehe lateral) nach V. Benschoten. 

                                    Prioritisierung der Störfelder

 Mittels des von L. Williams entwickelten Handmodes (Mudrah) für primäres Störfeld und dessen Einspeicherung ( bes. nach Ansprechen) kann durch anschließende CL/TL/CH ebenfalls das ZMK-Gebiet oder jede andere Region eingegrenzt werden. Hier haben wir damit auch schon den Hinweis, daß das Störfeldgeschehen dann primär ist und Behandlungspriorität besitzt, was beim Ansprechen von Causticum D 60/ 200 mittels der Testampulle Causticum D 400 (dominantes Störfeld) geschieht.

Auch hier muß daran gedacht werden, daß das Mudrah „primäres Störfeld“ erst anzeigen kann, wenn übergeordnete Probleme beseitigt sind, d.h. es kann maskiert sein.

Die am häufigsten gebrauchte Möglichkeit der Bestimmung der Wertigkeit erfolgt über Beardalls  Mudrah: Priorität (s. Abb.7). In diesem Fall erfolgt der erneute Polaritätswechsel durch Hinzufügen des Mudraß zu dem ( r ) zuerst eingespeicherten Mudra bzw. Testampulle oder TL/CL/CH. Hat man mehrere Prioritäten, wird das Prioritätsmudrah zusätzlich noch auf die andere, nicht dominante Handseite gelegt.

Erfolgt erneut ein Polaritätswechsel, so ist das ein Hinweis auf die absolute Priorität des schon als primär gefundenen Störfeldes (Rossaint).

 Hat man das Herdgeschehen eingekreist und den entsprechenden Befund mit Priorität eingespeichert (xy-Linie), erfolgt die Festlegung der Ebene, d.h. es wird die Frage geklärt, ob das Herdgeschehen, hier das odontogene, einen strukturellen, chemisch/immunologischen, emotional/psychischen oder informativ/elektromagnetischen Störfaktor darstellt.

Denn jedes Symptom kann sich auf jeder dieser  Krankheitsebenen darstellen.

Dies geschieht wiederum durch Gegentesten der entsprechenden Mudraß für die jeweilige Ebene (Polaritätswechsel). Sprechen mehrere Ebenen an, muß man an eine Segmentation , d.h. eine Aufsplitterung einer ursprünglich zusammenhängenden   Information denken;

Sprechen emotionale oder/und elektromagnetische Ebene an, wird mit emotionaler Streßreduktion (ESR), Psycho-Kinesiologie (PK) bzw. Psycho-Physioenergetik (PPE), psychisch wirkenden Heilmitteln (z.B. Kalifornische Blüten, Emvita o.ä.) oder/und Akupunktur direkt therapeutisch eingegriffen.

Aber auch an eine Isolation ist zu denken, die mit Hilfe des entsprechenden Mudraß nach V. Assche gefunden wird .

Würde man im Falle des Ansprechens der emotionalen Ebene eine chirurgische Sanierung z.B. entsprechender Odontone oder anderer Herde z.B. der Appendix durchführen, würde man das Problem verschieben bzw. verdrängen und der Patient könnte kaum noch echt „geheilt" werden, da er von selbst nicht mehr in der Lage ist, nach dieser Abkopplung die Verbindung zu den psychischen Ursachen herzustellen.

                                           Odontogener Challenge

 Erfolgt die Reaktion jedoch auf der strukturellen und/oder chemischen Ebene, wird diese eingespeichert und man führt den eigentlichen, hier odontogenen Challenge (Rossaint) zur genauen Lokalisation, zur Aktivierung stummer, latenter, isolierter Herde, sowie zur Bestimmung der Art und Stärke der (des) Herde(s) durch.

 Mittels Nosoden und/oder Organpräparaten wird der jeweils auf das Odonton gesetzte CH ausgeglichen bis ein erneuter Polaritätswechsel eintritt.

Dann erfolgt der gleiche Schritt so oft wie nötig, d.h. bis ein nach jeweiligem Ausgleich erneut durchgeführter CH (keine(n) MR/+AR mehr gibt; die jeweils zuvor getesteten Mittel bleiben dabei im Schaltkreis, d.h. in der „angeschlossenen Wabe“ -  bestehend aus einer Plexiglaswabe, verbunden  über ein Glasfaserkabel mit einer Plexiglas-Elektrode in einem Plexiglastubus (kontaktloses Resonanztestset n. Rossaint) -, die in der ZPE  entsprechend den Erkenntnissen der Akupunkturpunkt-Biophotonenmessung berührungslos im Abstand von  ca. 30- 50 cm neben dem Patienten steht . 

 Nach klinischen Gesichtspunkten, gesundem Menschenverstand und jeweils erneutem CH z.B. am Zahn werden die entsprechenden Präparate mit ihrer passenden Potenz so oft eingesetzt, bis ein abschließender mechanischer CH keine Reaktion mehr ergibt.

 Die dazu in Frage kommenden Organpräparate / Nosoden ) sind:

Im Falle der Organpräparate fängt man nach digitalem Reiz des jeweiligen Odontons also mit Gingiva bzw. Pulpa dentis an, testet dann weiter mit Periodontium und schließt ab mit Maxilla/Mandibula (sofern keine weitere Reaktion erfolgt).

 Bei den Nosoden beginnt man mit: Gingivitis bzw. Parodontose, chronischer Pulpitis, setzt dann Periodontitis, Periodontitis/Periostitis und chronische Kieferostitis ein.

 Zur Differentialdiagnose der Ostitis kann man die verschiedenen Kieferostitis-arten einsetzen (z.B. chronisch bakterielle Kieferostitis, fettige Kieferostitis, sklerosierende Ostitis, usw.).

 Weiter wird geprüft z.B. mit den Nosoden, gangränöse Pulpa, Gangrän/Granulom, Granulom, radikulärer Zyste (evtl. follikulärer Zyste); je nach Verdacht und Röntgenbefunde können auch andere Nosoden eingesetzt werden (z.B. Mercaptan, Thioaether, Strepto-, Staphylo-kokken usw.; dabei ist die tiefste Potenz D6 bzw. D5). Auch an eine Metallbelastung ist zu denken.

 Es dürfte klar sein, daß man bei Leerkieferstrecken primär knochenbedingte Präparate einsetzt (evtl. noch Metalle wie z.B. Amalgam bei Fremdkörpern). Im Oberkiefer wird zur Abgrenzung zur Kieferhöhle nach der Nosode Osteosinusitis noch die Nosode Sinusitis maxillaris getestet. Spricht letztere nicht mehr an, weiß man, daß der Prozeß auf den Kieferknochen begrenzt ist.

 Folgende Aufstellung gibt Auskunft, welche Aussagen die einzelnen Potenzen erlauben. Sie entsprechen den bei der EAV üblichen Mengen, also bei Nosoden einmal D 3 = schwacher Herd, zweimal D 3 = mittlerer Herd, dreimal D 3 und mehr = starker Herd. Bei Organpräparaten, bei denen man höchstens 4 Ampullen pro Präparat braucht, bedeutet :einmal GL D 5 = schwacher Herd, zweimal GL D 5 = mittlerer Herd, dreimal bzw. viermal GL D 5 = starker Herd. (Wer noch alte Organpräparate besitzt, kann diese zur Diagnose ebenfalls heranziehen, dort war die Herdpotenz D 3 (siehe Abb.), die mit der D 4 differenziertere Aussagen erlaubte).

 Sind alle Odontone und Leerstrecken ausgereizt und hat man alle Herde erfaßt, überprüft man zur Kontrolle noch einmal, ob die strukturelle und/oder chemische Ebene noch ansprechen.

Dazu benutzt man zunächst das Biophotonen-Mudra für die Yin-Energie-Emission (s.o.) und testet die Ebene dagegen, falls es anspricht. Kommt es dabei noch zu einem erneuten Polaritätswechsel, hat man weitere pathogenetische Faktoren im Test vergessen oder es sind noch andere Krankheitsfaktoren mit Auswirkung auf die Ebenen vorhanden.

Ansonsten kann man jetzt die Auswirkungen (Fernwirkungen) oder (odontogenen) Herde überprüfen.     

                                         Two pointing / Fernwirkungen

 Dazu testet man noch einmal die beim ersten Durchgang pathologisch gefundenen Organe/Meridiane/Zonen; waren diese zahnärztlicherseits herdbedingt gestört, so dürfen sie bei erneuter Prüfung nicht mehr ansprechen. Tun sie es doch, sind noch andere Faktoren dafür verantwortlich (die man dann suchen muß).

Zur Ermittlung der Zusammengehörigkeit der Pathologie eines Einzelodontons bzw. einer Narbe o.ä. zu einem Symptom benutzt man das Two pointing, bei der wir mit z.B. dem Mittelfinger oder einem Instrument an dem betreffenden Zahn bzw. die Narbe fassen und dann den zum Zahn gehörigen Muskel oder den IM untersuchen, der zuvor im „Leertest" eine normale Streßresistenz aufwies, also normoton testete. Das gleiche Vorgehen erfolgt an der Symptomstelle; durch den anschließenden „Kurzschluß" zwischen beiden Stellen (Zahn/Narbe oder was auch immer an Störfeld getestet wurde und Symptom) z.B. über ein Kabel erkennt man den evtl. Zusammenhang. Besteht dieser, so zeigt der Testmuskel, der einzeln jeweils eine Reaktion (hypo-/hyperton) gab, dann wieder eine normale Streßresistenz, d.h. er testet wieder normoton, analog dem Gesetzt der Mathematik: - x - = +. Besteht kein Zusammenhang, bleibt die anfänglich hypotone/hypertone Reaktion bestehen.

Beim AR sieht das folgendermaßen aus:

 + AR  x  + AR  =  - AR: Zusammenhang;

 + AR  x  + AR  = + AR: kein Zusammenhang.

 In diesem Kontext sei auf die besondere Bedeutung der Kopfganglien hingewiesen, die durch Kopf-Herde irritiert werden und die aus dem Kiefergebiet stammenden Toxine quasi als Sammelbecken aufnehmen. Das trifft vor allem auf das parasympathische Vagusganglion zu, das als „Mutterganglion“ (L.Williams) fungiert. Von hier können auch nach Herdsanierung retrograd die Toxine wieder die alten Herdstellen reaktivieren. Daher wird mindestens dieses Ganglion im ersten Durchgang wie auch bei der Überprüfung durch TL/CL mitgetestet und mitbehandelt.             

                                         Primat der Kopf-Herde ?

 Vergleicht man die mit dem odontogenen Challenge gefundenen Herde mit den Ergebnisse z.B. anderer bioenergetischer Meßverfahren wie der EAV, so sind sie in Stärke und Häufigkeit im Prinzip ähnlich, wenn nicht sogar gleich. Der Unterschied liegt in der Bewertung der Wichtigkeit.

 Während z.B. EAV das Primat innerhalb des Kopfherdgeschehens findet, sind in der PE und ZPE die dort gefundenen Herde eher und öfter sekundärer Natur und haben demnach keine Priorität. Das ist z.T. über die fünf Elemente zu verstehen. Aber auch über die Esogetik nach P. Mandel, aus dessen Untersuchungen hervorgeht, daß die Zahnherde ebenfalls oft sekundärer Natur sind, ist dies z.B. mit den übergeordneten Zentren ( Hypophyse, Hypothalamus usw. ) zu erklären. Auch die Betrachtung und Einbeziehung der verschiedenen Ebenen (s.o.) kann diesen Unterschied erklären.

 Auch nach K. Beisch (Karlsruhe) stehen ja die Kopfherde in ihrer Bedeutung erst an vierter Stelle. Nach ihm muß man vorher den Patienten auf eine Immunschwäche untersucht haben (Yang-Milz = eigentliche Milz), das darmassoziierte Immunsystem (Dünndarm 1) getestet haben und das Allergiegeschehen am Allergiepunkt 1 erfaßt haben. Erst wenn an diesen drei Systemen nicht zu finden ist, besteht nach ihm ein primäres Kopfherdgeschehen.

 Vergessen werden darf auch nicht, daß das Finden und Bewerten eines Herdgeschehens oder jeden anderen Symptoms auch eine Frage der Affinität des Therapeuten ist, und nach dem Schrödinger Phänomen zu erklären ist.

                                 Chirurgische oder konservative Therapie?

 Nach dem (odontogenen) Challenge und dem Ausgleich der gefundenen Pathologien durch Organpräparate/Nosoden als Diagnostik, ergibt sich die Frage der daraus abzuleitenden Therapie, vor allem im Hinblick darauf, ob die gefundenen (odontogenen) Herde/Störfelder konservativ behandelt werden können oder chirurgisch saniert werden müssen.

 Je mehr die Steuer- und Regelfunktionen des Patienten vorbelastet bzw. erschöpft sind - sichtbar u.a. an der Chronizität des Leidens, der Anzahl der betroffenen Ebenen und den Adaptationen -, desto vorsichtiger und komplexer muß man die Therapie gestalten, bzw. vor einer chirurgischen Sanierung die Regulation wieder herstellen.

 Nur echt primäre, nicht durch übergeordnete Therapien beeinflußbare (Zahn)Herde auf der chemischen/strukturellen Ebene muß man letztendlich chirurgisch angehen, während man sonst, ohne dies zu berücksichtigen, evtl. nicht wieder gutzumachende iatrogene Schäden setzt, vor allem, wenn man den falschen Zeitpunkt der Operation wählt. Das gilt vor allem für die Operation der Weisheitszähne (suprarenale Defizienz, Yang-Nierenschwäche, Beisch ).

Hat man die Herd-/Störfeld-Belastung primär auf der informatorischen und psychisch emotionalen Ebene gefunden, so ist dort natürlich (siehe oben) zu beginnen.

 Die Tabelle der Herdstärken gibt eine wichtige Hilfestellung zur Differenzierung zwischen konservativer und chirurgischer Sanierung. Bei mehr als dreimal Organpräparat GL D 5 (früher D 3) bzw. Nosoden D 3 wird die Wahrscheinlichkeit gering, konservativ auszukommen. Jedoch lohnt sich der Versuch, durch Beachtung übergeordneter Strukturen (z.B. der sieben Steuerungsorgane nach Mandel) und/oder durch Einbeziehung der spezifischen zum entsprechenden Odonton gehörigen Kausalnetze (Rossaint), die starke Herdwirkung zu reduzieren oder sogar zu neutralisieren.

 Ist diese konservative Therapie erfolgreich gewesen, kann man das betreffende Odonton zunächst in Ruhe lassen. Man muß es jedoch immer wieder in Abständen überprüfen, da es vom  Zustand des Immunsystems abhängt, ob ein Herd-, Störfeldgeschehen kompensiert ist oder aktiv wird und Fernwirkungen auslöst.

 Immer sollte dem Patienten zumindestens parallel die emotional/psychische Bedeutung (Analogie) seiner Symptomatik im Sinne der Urprinzipien/Archetypen klargemacht werden, auch wenn die entsprechenden Ebenen im Test nicht angesprochen haben.                                                   

                                                               Facit

 Jeder Challenge in der PE/ZPE und Kinesiologie allgemein ist immer im Zusammenhang mit dem Gesamttest zu sehen und zu interpretieren und darf niemals isoliert betrachtet werden; dies gilt erst recht für den odontogenen Challenge; selbst wenn eine Verbindung zwischen dem gechallengeten Gebiet, hier dem ZMK-Gebiet und dem Symptom vorhanden ist, muß dies im Zusammenhang mit dem Gesamtkrankheitsbild des Patienten betrachtet werden.

Liegt z.B. eine suprarenale Immundefizienz (Beisch) vor und die Weisheitszähne sind beherdet (mit Fernwirkung z.B. auf das Herz), dann ist die „Yang Nierenschwäche" (suprarenale Immundefizienz) übergeordnet und das 8er-fach schon Symptom.

Bei der dann evtl. zum falschen Zeitpunkt durchgeführten 8er-OP kann es so evtl. nur zu einer nur kurzfristigen Besserung der Herzbeschwerden kommen, während in Wirklichkeit eine nicht wieder gutzumachende iatrogene Immunschwäche bewirkt wurde.

Innerhalb der Kausalitätsnetze muß man immer die Phänomene der Grundregulation beachten, bei denen „als Herd erscheinende Ausleitungsphänomene" (Nolte) als solche oft verkannt werden. Schließlich haben wir es mit einem Herdkomplex zu tun, bei denen auch andere dominante Einflüsse auf die Matrix beachtet werden müssen.

 Vor allem darf neben den funktionellen Aspekten nie der inhaltliche Aspekt vergessen werden, will man den Patienten nicht nur von seinen Herden / Störfeldern befreien, sondern vor allem als Körper-Seele-Geist-Wesen behandeln.

 Literatur beim Verfasser