An die ZM zm@kzbv.de Betr.: Artikelserie v. Hermann Meiners ZM 14/01 – 17/01Sehr geehrte Damen und Herren. Hiermit bitte ich um Veröffentlichung des folgenden Leserbriefes in voller Länge. Bravo ZM. Sie haben sich als Organ aller Zahnärzte wieder einmal zum einseitigen Sprachrohr der Glaubensgemeinschaft Wissenschaft gemacht oder machen lassen. Der angeblich „hohe Wissenstransfer“ ist zum größten Teil nichts anderes als Meiners´ Privatmeinung und ein Sammelsurium von Floskeln und Lamentiererei. Mit diesem Artikel hat er sich ein wissenschaftliches Armutszeugnis ausgestellt. Zudem haben er und die ZM mit dieser Serie ca. 12-15-Tausend Ärzte und Zahnärzte, die allein in Deutschland Erfahrungs-bzw. Naturheil-kunde mit solchen Methoden betreiben, als gemeingefährliche Irrationale und Dummköpfe abqualifiziert. Gekonnt –das muß man schon sagen – hat Meiners den Spieß der Argumentation umgedreht, mit Halbwahrheiten gemischt und einige Kernaussagen der „Alternativen“ geschickt kombiniert mit emotionalen Äußerungen seinerseits, die den Eindruck entstehen lassen, er- und damit die universitäre Wissenschaft (nach Anfrage ist keine Organisation für die Definition des Begriffs Wissenschaft verantwortlich) –habe als einzige recht. Welche Hybris. Wo bleibt die von Meiners geforderte Wissenschaftlichkeit in seinem Artikel? Hätte ein „Alternativer“ einen solchen Artikel geschrieben, er wäre wegen seiner emotionalen Argumentation direkt in die Schublade Unsachlichkeit gesteckt worden. Auch Meiners sollte sich als Physiker mit den neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen z.B. der Skalarwellenphysik auseinandersetzen (wenn er es getan hat, scheint er sie nicht verstanden zu haben), ehe er so vernichtende Urteile fällt, wie etwa die grundsätzliche Ablehnung alternativer Diagnoseverfahren oder die Feststellung der souveränen Ignoranz physikalischer Gesetze durch die Resonanzteste. Wenn dem so wäre, wie kann es dann möglich sein, daß eine physioenergetische (kinesiologische) Resonanztestung (Diagnose) einer Kieferostitis (Lechner 1996) zu 99,6 % (!) histologisch verifiziert wurde, wenn beides so falsch wäre wie er behauptet. Von einem solchen Ergebnis kann eine sog. wissenschaftliche Untersuchung nur träumen. Als Wissenschaftler gibt es schon kein : grundsätzlich, wenn er unvoreinge-nommen forscht, es sei denn, sein eigenes Weltbild verstellt ihm den Blick; sonst bekennt er sich schon zu seinem zu engen Horizont und gibt sich – was Meiners seinerseits den „Alternativen“ vorwirft – pseudo- bzw. unwissenschaftlich. Zudem stellt er ca. 80 % der Bevölkerung als dumm dar, die sich mit alternativen Methoden untersuchen und behandeln lassen, nicht weil die wissenschaftliche Medizin (auch die baut auf Erfahrung auf) alles im Griff hat, sondern weil sie in entscheidenden Fragen – wie z.B. der chronischen Erkrankungen, des Hospitalismus, der Arzneimttelnebenwirkungen und vor allem der Menschlichkeit – versagt. Aus dem Begriff komplementär abzuleiten, daß alternative Verfahren damit ihr Versagen anerkennen, „wo die wissenschaftliche Medizin Erfolge aufweist“, ist so absurd, daß man diese Behauptung einfach im Raum stehen lassen kann. Der Paradigmenwechsel hat im Gegensatz zu Meiners Behauptung – außer in der Medizin - bereits stattgefunden; er scheint es nur noch nicht in seiner medizinischen Wissenschaftsgläubigkeit bemerkt zu haben. Mit freundlichen Grüßen Dr. A. Rossaint, 52080Aachen, von Coels Str.230 |