Betr.: Artikel: 'Amalgam versus Komposit' von Prof Staehle

 

in ZWP spezial 4/2003

Der o.g Artikel kann nicht unwidersprochen bleiben.

Unter dem Deckmantel der sog. Wissenschaftlichkeit (keiner ist für deren Definition verantwortlich) versucht Prof. Staehle, die Unbenklichkeit von Amalgam darzustellen und die Vertreter der Ganzheitlichen Zahnmedizin zu Gebissverstümmlern und Geldschneidern abzustempeln, ja ihnen sogar 'eindeutige Fehlbehandlungen' (Zitat) vorzuwerfen. Wenn er Kieferausfräsungen bei beherdeten Zähnen als eindeutige Fehlbehandlungen apostrophiert, dann zeigt dies, dass er von der Pathophysiologie dieser Erkrankung keine Ahnung hat und die entsprechende internationale Literatur nicht kennt oder nicht zur Kenntnis nimmt bzw. nehmen will.

Gerade das ist unverantwortlich von ihm und nicht der Versuch Andersdenkender , einen kranken Menschen, dem die sog. Schulmedizin nicht helfen kann, mit erfahrungsheil-kundlichen, bioenergetischen Methoden zu therapieren.

Hier polarisiert er in einer Weise, wie er sie bei Amalgam- und Kunststoffvertetern nicht haben will.

Abgesehen davon, daß er zum wiederholten male genau das tut, was er den Alternativmedizinern vorwirft, nämlich Emotionen schüren, gehört diese Art der Dartsellung nicht in einen vermeintlich wissenschaftlichen, rein sachlichen und der Aufklärung dienenden Artikel (zumindest wird das dem Leser durch die Überschrift suggeriert).

Seine Darstellungen sind höchst unsachlich, einseitig gefärbt, für Ärzte wie Zahnärzte, die sich mit alternativen / komplementären Diagnose- und Therapieverfahren beschäftigen -immerhin ca. 14000 in Deutschland - beleidigend, zudem desinformierend und tragen vor allem nicht dazu bei, den betroffenen Patienten zu helfen.

Außerdem stellt er Behauptungen auf, deren Glaubwürdigkeit er - so scheint's- nur Kraft seiner Stellung und seines Titels untermauern kann und will, so z.B. die Behauptung, daß es als erwiesen angesehen werden kann,dass Amalgam toxikologisch unbedenklich sei.

Es gibt genügend internationale Veröffentlichungen von unabhängigen Wissenschaftlern, die genau das Gegenteil beweisen.

Da nützt es ihm auch nicht, wenn er vielen Meinungsbildnern und Organisationen 'das Negieren oder einseitige Interpretieren von wissenschftlichen Studien zur amalgambedingten Quecksilberbelastung des Menschen' (Zitat) vorwirft, denn das tut gerade er, indem er sich nur die Arbeiten heraus greift, die in sein Weltbild passen. Diese sog. 'opinion papers' lassen an Einseitigkeit nichts zu wünschen übrig und können einem internationalen wissenschaftlichem Standart nicht standhalten.

Man muss sich fragen: kann oder will er entsprechende internationale Veröffentlichungen nicht lesen.

Prof. Staehle ist und bleibt ein notorischer Ignorant, der damit gegen das Erkenntnisgebot einer objektiven Wissenschaftlichkeit verstösst und der zudem von dem, was er kritisiert, nämlich natur-und erfahrungsheilkundliche Verfahren, nichts versteht, sondern nur aus seiner einseitigen naturwissenschaftliche Brille argumentiert und damit u.a. die ca. 3-tausend Toten von Diclophenac pro Jahr wissenschaftlich sanktioniert.

Wer zählt die sog. Misserfolge der Schul(zahn)medizin, geschweige denn deren Verpfuschungen ?

Ach ja, auch die sind wissenschaftlich abgesichert und fallen unter statistisches Risiko.

Der Sachverständigenrat, den er zitiert, besteht immer aus den gleichen sog. 'Experten', wie es u.a. Prof. Staehle ist, so dass anderen Entscheidungsträgern wegen der Unausgewogenheit dieser Gremien (Fehlen der sog. Alternativmediziner) unter ständigem Missbrauch des Wissenschaftsbegriffs ein einseitiges Bild dargestellt wird, das der Wirklichkeit nicht entspricht und das ca. 80% der Bevolkerung nur bedingt will, da sie in diesem Umfang naturheilkundlich behandelt werden will.

Welches Weltbild - das der wissenschaftlichen oder das der naturheilkundlichen / erfahrungsheilkundlichen (Zahn)Medizin - in Anbetracht der ständigen Krisen im Gesundheitswesen und der Apparatemedizin menschenverachtender ist, davon kann und soll sich der Leser bei aller Würdigung akut(zahn)medizinischer Behandlungen selbst ein Bild machen.

Jedenfalls tragen Gesinnungen und Äußerungen, wie Staehle sie vertritt und darstellt, nicht zu einem menschlicherem, einer Gesundung beitragendem Klima bei.

Warum fragt sich die sog. Schul(zahn)medizin nicht einmal, ob das Heer der ständig wachsenden chronisch Kranken auf Grund der ganzen Anti-medizin und der Negierung ganzheitlicher Therapieverfahren - zu der auch die Frage der Belastungen der Matrix - unseres Grundsystems - durch zahnärztliche Materialien gehört, nicht hausgemacht sein könnte ?

mit freundlichen Grüßen

Dr. med. dent. Alexander Rossaint
von-Coels-Str. 230
52080 Aachen

 

 

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