Leserbrief zum Artikel:
Applied Kinesiology – was ist das?

 

von Dr. Hans Garten in DZW 28-29 /00 S.21

Dr. H. Garten ist es neben W. Gerz zweifellos als Verdienst anzurechnen, als erste deutsche Diplomate-AK-ler die klassische Methode der Applied Kinesiology in Deutschland unter Medizinern zu verbreiten.

Jedoch ist ihr Alleinvertretungsanspruch , die einzig richtige Kinesiologieart zu lehren,

trotz ihrer nicht müde werdender Kritik ,wohl nicht nur nicht mehr zeitgemäß (er erinnert an den alten Kampf der Elektroakupunktur nach Voll ( EAV) gegen die Bio-elektronische Funktionsdiagnostik (BFD) vor 30 Jahren), sondern im Rahmen eines neuen Zeitalters  sogar unpassend, wenn nicht sogar unkollegial gegenüber

(Zahn-)Medizinern, die andere Methoden der Kinesiologie ernsthaft ausüben.

Ich selbst übe seit 1982 Kinesiologie aus ( damals fand der erste Kurs über dental

Kinesiology nach G. Eversaul auf der Basis von AK in Hamburg statt) und lehre sie seit ca. 1983, speziell in Form der PhysioEnergetik (PE) =holistische Kinesiologie, die den AK-muskeltest nach Goodheart genauso durchführt, deren Haupttestkriterium jedoch der Armlängenreflex (AR) nach V. Assche ist.

Aus der mehr allgemeinmedizinisch und osteopathisch ausgerichteten PE habe ich die zahnärztliche PE (ZPE) entwickelt und bilde ebenfalls (genau wie das Lehrinstitut für PE in Sindelfingen und die Arbeitsgemeinschft PE in Wien) nur medizinisch ausgebildete Personen in dieser Disziplin aus. 1985 erschien bereits die erste Auflage meines Buches: Ganzheitliche Zahnheilkunde u.a. mit o.g. Thema. (1997 die 4. Auflage).

Daher kann keine Rede davon sein, wie H. Garten behauptet, daß nur die klassische

Form der AK „als einzige das volle Spektrum der therapeutischen Möglichkeiten“ (Zitat) bietet.

Bezüglich der „verbesserte(n) AK-Diagnostik intraoraler Störfelder“ (Zitat) ist folgendes zu sagen: mich freut, daß H. Garten „eine wesentliche Verbesserung hinsichtlich der Sensitivität des Tests“ (Zitat) „gegenüber der bisherigen Testung mit Therapielokalisation (TL, diagnostisches Berühren) des Zahns mit dem Patientenfinger und Nosodenchallenge“ (Zitat) entwickelt hat, doch relativiert er insofern später wieder selber, als er genau diese beiden Punkte (TL u. Nosodenchallenge) doch wieder benutzt und beschreibt.

Von mir wurde zum selben Zweck der „odontogene Challenge“ entwickelt (EHK 5/00.

S. 317- 328); insofern ist auch hier der Alleinvertretungsanspruch nicht gerechtfertigt.

Nimmt man die Erkenntnisse der Akupunkturpunkt-Biophotonen-Forschung ( ABF) (Omura, V. Benschoten) zur Kenntnis, ist der von H. Garten erwähnte „Kiefermesspunkt Lymphgefäß 2 der EAV“ (Zitat) für jede Form der kinesiologischen Testung, (besonders wenn man nach AK-kriterien bewertet) mehr als fraglich, denn er ist in dieser Bedeutung danach nur zu finden, wenn man mit Elektroakupunkturgeräten, die mit Fremdstrom bei mehr als 180 mV arbeiten, misst. Misst man ihn mit dem Muskeltest bzw. dem Bidigitalen-O-Ring-Test (Omura) gemäß der ABF, findet man dort eine Zugehörigkeit zum klassischen dort befindlichen Akupunktur-Meridian der Lunge, während das Lymphgeschehen der Zähne am Akupunkturpunkt „Dickdarm 5“ repräsentiert wird.

Auch das Halten von Medikamenten in der Hand zur Bestimmung eines Kieferproblems  ist nach Erkenntnissen der ABF und der ZPE fraglich; dort geschieht der Medikamententest (Resonanztest) inzwischen kontaktlos über eine Plexiglaswabe mit einem auf den Patienten gerichteten Plexiglastubus im Abstand von ca. 30-45 cm (Resonanztestset nach Rossaint, nach Erkenntnissen der ABF).

Alles in allem: ich kann die AK-Verantwortlichen nur ermuntern, die immer wieder durchgeführten Attacken gegen andere Kinesiologieschulen (sogar übers Internet)

endlich einem fruchtbaren Dialog weichen zu lassen, zum Wohle der Patienten und der gesamten   Medizin.

 Dr. med. dent. Alexander L. Rossaint, von Coels-Str. 230, 52080 Aachen

 

 

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